TuS Vahr
Tischtennis

TuS Vahr richtet Inoffizielles Tischtennis-Turnier zu Ehren Arno Symanowskis aus

Seit einigen Jahren weilt er nicht mehr unter uns. Die Rede ist von einem Mann, der Jahrzehnte damit verbrachte, die Tischtennis-Abteilung des TuS Vahr und insbesondere deren Jugend zu fördern. Dieser Mann brachte es beispielsweise fertig, in völliger Uneigennützigkeit, mehrere Reisebusse mit Jugendlichen zu füllen und mit jenen auf ein Tischtennis-Turnier zu fahren. Die Rechnung wurde nicht an den Verein oder irgendwelche Sponsoren weitergeleitet, sondern direkt aus eigener Tasche bezahlt. Verrückt – Aber wahr. Außerdem hört man immer wieder Stories, in denen dieser Mann an Haus- oder Wohnungstüren von Jugendlichen geklopft oder geklingelt hat, um eine Unterschrift zur Vereinsmitgliedschaft einzuholen. Für diesen Mann war jeder potentielle Spieler wichtig und das zeigte er auch. Er lebte für den TuS Vahr und dem Tischtennis-Sport. Dieser Mann war Arno Symanowski.

Die Idee, ein Turnier zu Ehren Arnos auszurichten verweilte schon zwei, drei Jahre in mir. Mit Hilfe von Jens Franke gelang es eine Liste mit alten Legenden des TuS Vahr, die zu Arnos Zeiten beim TuS Vahr gespielt hatten, zu erstellen, sodass ich dieses Jahr zum 60. Geburtstag des TuS Vahr den aktuellen Vahreronen den Vorschlag eines jenen Turniers unterbreiten konnte. Zu meiner Freude waren alle mit diesem Vorschlag einverstanden und die Planungen konnten beginnen.

Am 16.06.2019 um ca. 9:30 Uhr trafen auch schon besagte Legenden in der Halle an der Witzlebenstraße ein und das Turnier im Doppelten-KO-System mit Vorgabe inkl. Trostrunde und Doppelkonkurrenz konnte um kurz vor 11:00 Uhr starten. Wer die Halle betrat merkte sofort welch herrlich harmonische Stimmung herrschte, wie sich zwei Menschen aus alten Zeiten wiedersahen, wiedererkannten und dabei teilweise trotzdem nicht wussten, wer sein Gegenüber nochmal war. Aber diese alte Vertrautheit… die war selbst für die Jüngeren unter uns zu spüren.

Neben den Turnierteilnehmern gab es auch einige, die sich dieses Event auch ohne zu spielen nicht entgehen lassen wollten. Dies sorgte stets für viel Gesprächsstoff und zeitweise juckte es einigen „Zivilisten“ auch wieder in den Fingern. Horst Froese war z.B. gar nicht mehr vom Schläger zu trennen. In feinem Jackett keulte er die Bälle mit immer wieder wechselnden Spielpartnern übers Netz. Auf die Frage, warum er heute denn nicht mitmachen würde, antwortete er: „Ich habe die letzten sieben Tage trainiert“ – Horst… nächstes Mal trainierst Du einen Tag weniger und nimmst stattdessen teil. Einfach großartig.

Zum Ende des Turniers waren alle Spieler sichtlich KO. Aber egal wo ich hinschaute war ein Lächeln auf den Lippen zu sehen und bei dem einen oder anderen Kaltgetränk wurden weitere Geschichten erzählt, bis es sich nach und nach in der Halle lichtete und zu guter Letzt das Licht ausgeknippst wurde.

Ich kann hier nur für mich sprechen, hoffe aber, dass es allen Beteiligten ähnlich ging. Denn für ich war es ein gelungener Tag, an den ich mich gerne zurückerinnern werde. Allerdings bleibt noch ein kleiner Wehrmutstropfen. Leider konnten wir nicht alle Legenden erreichen und einige anderen waren aus verschiedenen Gründen verhindert. Aber vielleicht gibt es in den kommenden Jahren nochmal ein Revival, an dem dann auch die anderen an den Tisch kommen.

In diesem Sinne bedanke ich mich bei allen Teilnehmern, allen sonstigen Gästen und natürlich bei allen Helfern, die es erst ermöglicht haben, dieses Turnier auszutragen. VIELEN DANK!

Timo Buhr

Portrait Arno Symanowski