TuS Vahr
Tischtennis

Pokalabend in der Vahrena

Am gestrigen Abend galten wieder andere Gesetze in der Halle an der Witzlebenstraße – denn es war Pokal-Achtelfinale für die erste und zweite Mannschaft angesagt. Die erste Herren empfang die Reserve der SG Aumund-Vegesack, während die Zweite ebenfalls eine Reserve, in diesem Fall aus Oberneuland, begrüßte.

Die zweite Garde der SG Aumund-Vegesack steht aktuell in der höchsten Bremer Spielklasse auf dem Relegationsplatz zur Bezirksliga. Dementsprechend ging es für die Vahreronen gegen einen Gegner, der in der nächsthöheren Liga zur Dominaz gehört. Sich der schwierigen Aufgabe bewusst, setzte die erste Herren auf die Top-Drei mit Buhr, Domek und Tihonov. Dass dies eine weise Entscheidung war, zeichnete sich in den ersten Einzeln ab. Alle Einzel gingen zwar an die Roten, konnten aber alle nur im Entscheidungssatz gewonnen werden, zwei davon sogar in der Verlängerung. Es hätte dementsprechend auch alles andere als 3:0 stehen können. Den Matchballpunkt wollten die Vahreronen dann durch einen Doppel-Sieg von Buhr/Jiang (Jiang nur im Doppel aufgestellt) gegen Seichter/Laedtke einfahren. Dies gelang den beiden Akteuren auch, wobei die letzten zwei Sätze in der Verlängerung erkämpft werden mussten.

Alles in allem ist der Sieg über Aumund-Vegesack zwar verdient, aber ebenso trügerisch, wenn man nur das Ergebnis liest. Hätte irgendein Satz eine andere Wende genommen, wäre das ganze Spiel sicherlich deutlich enger geworden. Um es mit Victor Skripnik zu sagen: „Aber so ist Fußball“… ähhhh… Pokal… ähhh… Tischtennis… Pokal.

Die zweite Herren hatte einen deutlich härteren Brocken zu bezwingen, zumindest wenn man den Ligenunterschied als Maßstab nimmt. Denn die Oberneuländer spielen drei Klassen höher in der 3. Kreisliga. Dort belegen sie jedoch den 10. Platz, welcher mit einem direkten Abstieg zum Ende der Saison einhergehen würde. Nichtsdestotrotz bleiben es drei Ligen. Deshalb versuchten die Vahreronen ebenfalls wie die Erste, mit der stärksten Aufstellung anzutreten. Da Cordes aber noch von einer vorangegangenen Grippe geschwächt war, sollte jener nur als Spitzendoppel mit Gringaus zum Einsatz kommen. Die Einzelaufgaben übernahmen Gringaus, Krützmann und Neuzugang Knechtel, der seinen ersten Pokalabend unter Vahrer Flagge bestritt.

Während Gringaus sich problemlos mit 3:0 durchsetzte, konnte sich Knechtel knapp mit 3:1 durchsetzen. Durch diese zwei Eingangseinzel wurden die Weichen gen 1/4-Finale gelegt. Doch Oelgemöller hatte etwas dagegen und noppte Krützmann mit 3:2 nieder. Auch das Oberneulander Doppel bestehend aus Pinckernelle/Oelgemöller wollte daran anknüpfen. Doch die Vahreronen Gringaus/Cordes blieben hartnäckig und erkämpften sich alle drei Sätze in Verlängerung, wobei der dritte Satz mit 19:17 gefühlt genau so lange gedauert hat wie die zwei vorherigen. Dieser wichtige Doppelsieg sorgte dafür, dass Gringaus den Deckel, ebenfalls in Verlängerung, gegen Pinckernelle zumachen konnte. Mit 4:1 konnten sich die Vahreronen also ins 1/4-Finale spielen.

Aus vahrer Sicht war der gestrige Abend ein gelungener Abend und es wird mit Spannung die nächste Auslosung erwartet. Vielleicht findet ja wieder ein doppelter Pokalabend in der Vahrena statt.

Timo Buhr