TuS Vahr
Tischtennis

1. Herren startet souverän mit zwei Siegen, 2. Herren unterliegt dem großen Bruder

Dass der TuS Vahr in dieser Saison zwei Mannschaften in der Bremen-Liga starten lässt, ist eine bemerkenswerte Tatsache. Aber leider beinhaltet diese auch schlechte Nebenwirkungen. Denn mit Beginn der neuen Saison mussten die erste und die zweite Herren gegeneinander antreten. Aus Gründen des fairen Wettbewerbs musste dieses Duell auf den Anfang der Saison gelegt werden, um mögliche Entscheidungen zum Ende der Saison unbeeinflussbar zu halten.

Man könnte das Duell Vahr I gegen Vahr II positiv betrachten und behaupten, dass auf jeden Fall, mal abgesehen vom Unentschieden, eine Vahrer Mannschaft erster Tabellenführer der Saison wird. Oder man sieht es pessimistisch und hebt hervor, dass eine der beiden Teams als erster die Rote Laterne der Liga sein wird. Aber egal für was man sich entscheidet. Das Glas ist immer halbvoll… äh… halbleer… äh… irgendwie ist das komisch. Genau dieses komische Gefühl konnte man von Zeit zu Zeit, aber besonders zu Beginn des Spiels, in der Vahrena wahrnehmen. Hier und da kamen vereinzelt Anfeuerungen und Coachings zustande, was sich gleichzeitig richtig, aber auch falsch anfühlte. Wir sind schließlich alle Vahreronen und wir gönnen und wünschen es jedem Vahreronen, dass er seine Spiele gewinnt. Mit jedem Doppel, jedem Einzel startete ein neues Dilemma.

Zum Glück hielten die Dilemmata nur neun Spiele lang an, bis das Spiel 9:0 an TuS Vahr I ging. Aber eigentlich doch nicht „zum Glück“, denn ein 9:7 wäre deutlich besser für die zweite Herren gewesen, wenn man das Durchsetzen des Favoriten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit setzt.

Der wahrscheinlich beste Weg wird es sein, die Saison nun zu starten und das Brüderduell als „wir mussten, wir machten“ abzuhaken. Das bedeutet, dass die zweite Herren so richtig am 11.09.2020 in Huchting Feuer geben kann. „Cho-Le“.

Die erste Garde konnte sich bereits letzten Freitag gegen den TuS Schwachhausen mit 9:3 auszeichnen. Doch das Ergebnis hätte durchaus anders ausfallen können, wenn man die Situation vor dem Spiel kennt. Denn Timo Buhr (Nr. 1) musste verletzungsbedingt auf einen Start verzichten, sodass Sascha Bundzsus (2. Herren, Nr. 4) als Ersatzmann eingeplant wurde. Dann kam am Freitag Nachmittag die nächste Hiobsbotschaft. Daniel Abraha (Nr. 4) konnte aus äußerst verständlichen Gründen ebenfalls nicht am Spiel teilnehmen, was die Situation deutlich verschlechterte. Aus taktischen Gründen entschieden sich die Vahreronen dazu, dass Timo Buhr doch spielen, aber dabei achtsam die Bewegungen ausführen würde. Das hatte den Vorteil, dass Thilo Fritsch (Nr. 3) weiterhin im mittleren Paarkreuz spielen und seinem Angstgegner Arno Marti aus dem Wege gehen konnte.

Aufgrund der körperlichen Verfassung Timos wurden die Doppel umgestellt, was allerdings zu einem sehr überraschenden Start führen sollte. Denn das neue Doppel 1 mit Serghey Tihonov und Thilo Fritsch musste sich dem gegnerischen Zweierdoppel mit 2:3 (9:11 im fünften Satz) geschlagen geben. Zum Glück konnten Buhr/Jiang ebenfalls das Einserdoppel schlagen, indem sie einen 2:1-Satzrückstand noch drehten. Slapka/Bundszus hatten auch ihre Probleme, setzten sich aber am Ende souverän mit 3:1 durch.

In den Einzeln lief es dann deutlich besser. Lediglich Jiang (Nr. 5) und Bundszus mussten ihren Gegnern gratulieren, sodass mit einem 9:3 Heimsieg ein guter Grundstein für die Saison gelegt werden konnte.

Timo Buhr